Giftköder gefährden Berliner Hunde

Leider hört man immer wieder, dass es in Berlin Menschen gibt, die Hunde hassen. Einige hassen uns Vierbeiner sogar so sehr, dass sie uns vergiften wollen. Die Gefahr lauert beim Gassigehen. Am Wegesrand, in Büschen und Hecken deponieren Hundehasser Giftköder oder Lockmittel, die mit Rasierklingen o.ä. versehen wurden.

In letzter Zeit wurden in Berlin wieder an mehreren Stellen Köder gefunden, die für Hunde im schlimmsten Fall tödlich geendet hätten. Erst heute ging auf der Webseite giftkoeder-radar.com ein neue Warnung ein: In Lichtenrade hat jemand mit Rattengift präparierte Köder ausgelegt. Viele Giftköder werden zwar rechtzeitig entdeckt und der Polizei gemeldet. Einige von uns erwischt es trotzdem. Und jedes Jahr sterben Hunde an den Folgen einer Vergiftung.

Wie kann man Hunde vor Giftködern schützen?

Es ist schwer, Hunde vor Giftködern zu schützen. Hundehasser wissen genau, dass die meisten von uns einer leckeren Wurst oder einem Stück Fleisch nur schwer widerstehen können. Auch meiner guten Schnauze entgeht beim Gassigehen nichts. Ständig stolpere ich über Essensreste, die achtlos weggeworfen werden. Meine Rudel musste mir bereits die ein oder andere Wurst,  Schweineschwarte oder Schrippe aus dem Maul holen. Mittlerweile haben wir sowas wie einen Deal: Wenn ich was finde, das unglaublich lecker ist, bekomme ich als Ersatz dafür, dass ich es NICHT fresse, eine Belohnung. Das klappt ziemlich oft. Das liegt daran, dass ich nach all den Schimpftiraden meines Rudels ganz genau weiß, dass ich nichts vom Boden fressen darf und es in vielen Fällen gar nicht erst wage, da reinzubeißen. Außerdem verhalte ich mich immer sehr verräterisch, wenn ich was Leckeres wittere. Dann wissen die am anderen Ende der Leine oft schon vorher Bescheid und reagieren rechtzeitig, bevor ich überhaupt reinbeißen kann.

Der beste Tipp den ich Hundehaltern geben kann ist deshalb: Augen auf! Wer seinen Hund gut kennt, sieht sofort, wann er Fressen wittert. Mit einem lauten „Nein“ oder „Aus“ gibt mensch dem Hund zu verstehen, dass dieser die anvisierte Beute nicht fressen soll. Als Belohnung sollte man sofort ein Leckerli geben. Viele Hunde können lernen, nichts vom Boden zu fressen.

Was tun, wenn ein Hund einen Giftköder gefressen hat?

Wenn ein Hund tatsächlich mal einen Giftköder verschluckt hat, sollte man ihn so schnell wie möglich zum Tierarzt bringen. In jeder größeren Stadt gibt es zudem Notdienste, die rund um die Uhr helfen können. Eine Probe des vergifteten Köders sollte außerdem mitgenommen werden, um feststellen zu können, um welches Gift es sich handelt.

Auf der Webseite www.giftkoeder-radar.com können sich Hundehalter über aktuelle Fundstellen von Giftködern informieren und selbst verdächtige Köder melden.

Jack vom Friedrichshain

Ich heiße Jack, bin ungefähr 2 und wohne im schönen Berlin-Friedrichshain. Hier mache ich täglich die Gegend unsicher, markiere Bäume und kläffe andere Hunde an, die mir nicht passen. Meine Hobbys sind schwimmen, mit anderen Hunden spielen, Ball fangen und Kartons zerstören. Meine Leibspeise sind weich gekochte Eier.